Darf Elektriker MMD versetzen? (Neuverkabelung EFH)

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Winchester
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Re: Darf Elektriker MMD versetzen? (Neuverkabelung EFH)

Beitrag von Winchester »

KDNewbie hat geschrieben:Hier gibt es ein Beispiel wie ein kleines Heimnetzwerk aufgebaut wurde:
http://thomas.lippert.it/v4/2010/das-ei ... vernetzen/
Also von 10 Zoll Schrank würde ich abraten. Wäre mir zu eng und man muss auch eventuelle Abwärme bedenken. Zudem ist 19 Zoll schon Massenware und es ist dann weniger eng im Schrank. Wenn es also keine Platznöte gibt, dann würde ich einen 19 Zoll Schrank Empfehlen.
Beim Kauf der Komponenten solltest Du Dir Gedanken machen wieviele Ports/Anschlüsse Du benötigst. Patchpanels gibt es typischerweise mit 8,10,12,16 und 24 Anschlüssen. Angenommen Du möchtest 5 Zimmer mit jeweils 2 LAN Dosen ausstatten, so benötigst Du mind. 10 (5x2) Anschlüsse.

Weiterhin benötigst Du dann im Keller einen zentralen Router. Das kann beispielsweise ein Router inklusive Modem (Kabel oder DSL) sein oder z.B. Kabelmodem und Router separat. Da Router in der Regel nur 4 LAN Anschlüsse haben, benötigst Du bei mehr als 4 LAN Anschlüssen noch einen entsprechenden Switch (gleiche Anzahl Ports) vor dem Patch Panel.
Lieber beim Patchpanel die nächst höhere Portanzahl berücksichtigen. Eventuell kommt man doch ich die Verlegenheit noch weitere Netzwerkanschlüsse bereit stellen zu müssen. Sei es für die Garage die man bis jetzt nicht auf dem Plan hatte, zum Balkon oder Terrasse hin. Vielleicht auch das Gartenhäuschen falls vorhanden? Das selbe gilt für den Switch. Auch hier lieber ein paar Ports mehr unterbringen.
Ich weiß zwar nicht genau was Du in Zukunft geplant hast, aber Cat7 macht in meinen Augen für den Privatgebrauch keinen Sinn, die Komponenten sind zudem sehr teuer. Cat5e oder Cat6 sind normalerweise völlig ausreichend.
Ja und nein. In naher Zukunft wird man mit Gigabit noch gut über die Runden kommen. Doch wer weiß wie schnell sich die 10 Gigabit Technik verbreiten wird? Wenn man jetzt einmal die Möglichkeit hat was neues zu machen, sollte man vielleicht doch in Cat7 schon investieren. Ist halt ne Kostenfrage und ob man jeden Technologiesprung in Zukunft auch mitmachen will.
Pro LAN Dose wird eine Leitung benötigt, Du könntest allerdings bei Platzmangel ggfs. auch einen (z.B. 5er) Switch an eine LAN Dose anschliessen wenn Du mehrere LAN Anschlüsse an 1 Dose benötigst.
Wers ganz schick haben will, der schraubt sich nen HP IntelliJack an die Wand. Vorteil, kein Extra Netzteil wird benötigt, weil via PoE versorgbar. Und da er Managebar ist kann er auch mit VLAN umgehen.
Wenn Du im oberen Teil des Hauses WLAN nutzen möchtest, würde es evtl. Sinn machen einen WLAN Router im Treppenhaus/Flur, z.B. im 1. Stock zu installieren. Dafür würdest Du 1 LAN Anschluß benötigen.
Ein AccessPoint reicht wenn der Router eh im Keller steht.

@Harris
Glasfaser im Haus zu verlegen ist nur Sinnvoll wenn einzelne Kabelstrecken die 100m überschreiten würden. Ansonsten sehe ich keinen besonderen Vorteil, da alle Geräte fast ausschließlich via Kupfer angeschlossen werden. In wirklich großen Häusern wären dann auch Unterverteilungen Sinnvoll, die man dann mit Glasfaser Anbinden könnte um in Zukunft im Backbone mehr Leitung zu haben. Aber auch das ist in einem normalen Haushalt nicht nötig.

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freeuser
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Re: Darf Elektriker MMD versetzen? (Neuverkabelung EFH)

Beitrag von freeuser »

Vielen Dank für die Tipps bisher.

Momentan ist meine Sorge wirklich die 4 Kabel pro Zimmer unsichtbar zu verlegen, denn unter die Leisten passt max. 1 Kabel. Es handelt sich um ein Fertighaus aus den 60er Jahren die Wände sind aus Holz und Rigipsplatten (nennt sich Holztafelbauweise glaube ich). Es muss aufgesaegt werden, das hatte ich schon gesehen als ich letztes Jahr eine Steckdose hab versetzen lassen.
Selbermachen kann ich das leider nicht und es ist sicherlich für die Wand nicht so sehr gut auf voller Länge aufgesägt zu werden, es sind keine massiven Wände, am Ende fallen mir die Wände auseinander :shock: . Der Elektriker war auch etwas entsetzt von dem Aufwand den ich plane.

Ich habe 2 x Coax pro Zimmer geplant für DVB-S twin tuner wenn ich auf SAT umgestiegen bin. Die Tv's und Receiver bieten das ja meist und man kann dann wohl besser ein Programm schauen und ein anderes zeitgleich aufnehmen. 2 x LAN, eine Dose beim TV und die andere auf der anderen Seite des Zimmers für Computer.
Ich denke das ist wirklich das Mindeste was ich verlegen sollte.

Bad, Küche spare ich mir, die Küche hat keine Sitzgelegenheit und ich möchte keinen Kühlschrank der mir etwas einkaufen will, im Bad nutze ich auch kein Internet oder Musik.

Was ich jedoch gern auch noch haben möchte ist eine Alarmanlage, z.B. von Abus, und Netzwerkkameras mit PoE, also halte ich Ausschau nach einem Switch mit Power over Ethernet und VLAN. Dann müssten auch noch CAT7 Kabel an die Stellen mit den Kameras und zur Alarmanlage.

Ich habe im EG 2 Zimmer, im OG 3 Zimmer und auf dem ausgebauten Dachboden noch 2 Zimmer. im Keller habe ich keine Netzwerkdosen oder LAN Dosen geplant. Das sind dann für die Zimmer 14 x CAT7 Kabel, dann kommen ggf. noch für Alarm und Kamera 2 - 4 dazu,
Demnach sollte ich also schon ein Patchfeld mit mindestens 18 ports haben und einen passenden Schrank.

Beim Switch bin ich mir unsicher, für die IP Kameras und ggf. IP Telefone, muss ich einen mit PoE haben, für die TV und Computer brauche ich das nicht. Vielleicht sollte ich 2 nehmen?

Über Kaufempfehlungen mit oder ohne Links würde ich mich freuen (Auch gern für Sat Ausrüstung, Schüssel für Astra und Hotbird, LNBs, Multischalter 09/16.
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Winchester
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Re: Darf Elektriker MMD versetzen? (Neuverkabelung EFH)

Beitrag von Winchester »

freeuser hat geschrieben: Momentan ist meine Sorge wirklich die 4 Kabel pro Zimmer unsichtbar zu verlegen, denn unter die Leisten passt max. 1 Kabel. Es handelt sich um ein Fertighaus aus den 60er Jahren die Wände sind aus Holz und Rigipsplatten (nennt sich Holztafelbauweise glaube ich). Es muss aufgesaegt werden, das hatte ich schon gesehen als ich letztes Jahr eine Steckdose hab versetzen lassen.
Selbermachen kann ich das leider nicht und es ist sicherlich für die Wand nicht so sehr gut auf voller Länge aufgesägt zu werden, es sind keine massiven Wände, am Ende fallen mir die Wände auseinander :shock: . Der Elektriker war auch etwas entsetzt von dem Aufwand den ich plane.
Ich gehöre ja zu den Personen die nach dem Motto handeln, Form folgt Funktion. Das bedeutet das ich das technische Maximum haben möchte und das aussehen zweitrangig ist. Sprich wenn ich die Kabel nicht unter eine Sockelleiste bekomme, dann setze ich nen Kabelkanal und hau die benötigten Kabel dort hinein. Wird er halt farblich angestrichen oder über tapeziert.
Ich habe 2 x Coax pro Zimmer geplant für DVB-S twin tuner wenn ich auf SAT umgestiegen bin. Die Tv's und Receiver bieten das ja meist und man kann dann wohl besser ein Programm schauen und ein anderes zeitgleich aufnehmen. 2 x LAN, eine Dose beim TV und die andere auf der anderen Seite des Zimmers für Computer.
Ich denke das ist wirklich das Mindeste was ich verlegen sollte.
Ja sehe ich auch so. An die Dosen kann man zur Not nen kleinen Switch packen wenn mehr Geräte Netzwerk brauchen.
Bad, Küche spare ich mir, die Küche hat keine Sitzgelegenheit und ich möchte keinen Kühlschrank der mir etwas einkaufen will, im Bad nutze ich auch kein Internet oder Musik.
Falls doch wird es mit Sicherheit WLAN fähige Geräte geben oder man weicht auf Powerlan aus.
Was ich jedoch gern auch noch haben möchte ist eine Alarmanlage, z.B. von Abus, und Netzwerkkameras mit PoE, also halte ich Ausschau nach einem Switch mit Power over Ethernet und VLAN. Dann müssten auch noch CAT7 Kabel an die Stellen mit den Kameras und zur Alarmanlage.
Macht Sinn.
Ich habe im EG 2 Zimmer, im OG 3 Zimmer und auf dem ausgebauten Dachboden noch 2 Zimmer. im Keller habe ich keine Netzwerkdosen oder LAN Dosen geplant. Das sind dann für die Zimmer 14 x CAT7 Kabel, dann kommen ggf. noch für Alarm und Kamera 2 - 4 dazu,
Demnach sollte ich also schon ein Patchfeld mit mindestens 18 ports haben und einen passenden Schrank.

Beim Switch bin ich mir unsicher, für die IP Kameras und ggf. IP Telefone, muss ich einen mit PoE haben, für die TV und Computer brauche ich das nicht. Vielleicht sollte ich 2 nehmen?

Über Kaufempfehlungen mit oder ohne Links würde ich mich freuen (Auch gern für Sat Ausrüstung, Schüssel für Astra und Hotbird, LNBs, Multischalter 09/16.
24 Port Cat7 Patch Panel sollte es dann schon sein. Der Elektriker sollte da was anbieten können. Ansonsten Preissuchmaschine bemühen und selber kaufen.
24 Port VLAN/PoE Gigabit Switche gibts ab 400 Euro aufwärts. Switche ohne PoE der selben Klasse sind ab 150 Euro zu haben. Eventuell für die PoE Geräte einen kleinen Switch benutzen. Da würden dann auch 100 MBit Modelle reichen. Da nen Telefon oder ne Netzwerkkamera nicht soviel Netzwerk Bandbreite benötigen. Wichtig ist das alle Switche, wenn VLAN verwendet werden soll, auch VLAN fähig sind.

Was man im Hinterkopf immer haben sollte, das ein gutes und funktionsreiches Netzwerk nicht ganz günstig ist. Die Verkabelung sollte wie schon mehrmals geschrieben, zukunftsfähig sein. Spart man hier, ärgert man sich später vielleicht. Es sei denn man sagt sich selber das man über Gigabit nicht hinaus will, dann kann man mit Cat 5e verkabeln. Die Kabel sind günstiger und dünner.

Bei der aktiven Netzwerktechnik treibt die Funktionalität den Preis an. Dumme Switche sind am günstigsten. Management (VLAN) und PoE treiben die Preise hoch. Hier muss man abwägen wie weit man da gehen will. Denn was man auch bedenken sollte, einer muss das ja auch einrichten. Man muss sich richtig schlau machen um VLAN einzurichten. Ansonsten kann schnell Frust aufkommen wenn man da einen Fehler macht und nur der Reset Knopf hilft um wieder aufs Netz zu kommen.

Ich bin online mit IPv6 über Vodafone Dual-Stack-Lite, Router Vodafone Fritz!Box 6660, SamKnows Internet Monitoring