Verkabelungsmethoden nach HÜP

Internet und Telefon gestört oder gar ganz ausgefallen? Speedprobleme, die nicht offensichtlich auf die verwendeten Geräte zurückzuführen sind? Dann ist dieses Forum genau richtig!
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Jimi
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Verkabelungsmethoden nach HÜP

Beitrag von Jimi »

Hallo Gemeinde.

Derzeit bin ich noch Kunde bei ALIZE mit normalem 16k DSL und habe alsbald vor nach KD zu wechseln. Mehr Geschwindigkeit bei weniger Geld sind schon Gründe genug. Von den Problemen mit dem bekannten IAD will ich gar nicht anfangen zu reden^^

Im Keller existiert ein etwas älteres HÜP Modell (~1970) ohne irgendeine weitere Verkabelung. Das ist unserer derzeitiger Ausgangspunkt. Ich bin selber aus dem elektrotechnischen Bereich habe daher alle Möglichkeiten, auch weil das Haus Eigentum ist. Vor einiger Zeit hab ich mir einen "Serverraum" eingerichtet, ein Raum im Keller der auch als Verteilerstation dient, in diesem laufen alle Leitungen sternförmig zusammen und von hier wollte ich auch die neue KD Hardware anbauen. Der HÜP ist allerdings etwa 22m (Leitungsweg) entfernt.
Entweder ziehe ich eine CAT Leitung zum HÜP, das Kabelmodem (wohl das 6360) sitzt dann dort oder
ein Koax zum HÜP und das Modem ist im Serverraum.
Sinnerigerweise sollte man Koaxltg so kurz wie möglich halten, aber der Standpunkt des Modems ist beim HÜP nicht so sinnig für mich. Ich möchte auf jeden Fall die volle Geschwindigkeit erhalten die Hardwaretechnisch möglich ist (~32k) mit Rücksicht auf die räumlichen Gegebenheiten^^
Daher meine Fragen: Wird mit mit Umbau des Anschlusses sowieso ein Verstärker benötigt und die etwas längere Koaxleitung wäre unwichtig? Ein Verstärker läuft ja immerhin auch 24/7 und kostet damit...
Sind die 22m Koax generell zuvernachlässigen? Alles keine Option und das Modem muß beim HÜP sitzen??

Wenn man im Haus alles neumacht sollte es schon vernünftig sein, deshalb meine vllt eher ungewöhnliche Frage hier im Forum, aber ich hab schon viel gelesen hier hoffe einer kann mir dabei helfen ;)

Gute Nacht^^

Jimi
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Donald
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Re: Verkabelungsmethoden nach HÜP

Beitrag von Donald »

Wenn du die FB6360 nur als besseres Kabelmodem, also für Internet via KD, nutzen möchtest, passt das sehr gut im Serverraum. Von der FB6360 dann noch ein Netzwerkkabel an deinen Verteilerswitch und gut ist.

Die FB6360 bietet aber noch andere Dienst. Da wären die Telefonie und WLAN zu nennen. Bei der Telefonier kommt ja noch der Dienst als Basisstation für DECT dabei. Solltest du weder WLAN noch DECT Telefonie benötigen, passt alles.

Braust du es dagegen doch, würde ich dir raten, das Coax Kabel, mit entsprechender Dose, an einen zentralen Punkt bei dir im Haus zu verlegen. Dann hast zu von dort WLAN und DECT Abdeckung. Es braucht dann von der FB6360 nur ein Ethernetkabel zurück in den Serverraum an deinen Switch.
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Re: Verkabelungsmethoden nach HÜP

Beitrag von Besserwisser »

Wenn du nur Internet und Telefon nutzen willst,
dann wird das Kabelmodem oder die Homebox 2 (Fritzbox 6360) direkt ohne TAD an den HÜP angeschlossen.
Die 22m Kabel sollten bei ausreichendem Pegel am HÜP kein Hindernis sein.
Das nennt sich "Internet/Phone only" und ist in Einfamilienhäusern zulässig.
Der HÜP wird sicherlich ausgetauscht.
Wichtig ist der Potenzialausgleich zum HÜP. (4mm² massiv grün/gelb)

Willst du auch TV mit empfangen, ist ein Hausverstärker notwendig, weil dann
mindestens eine TAD zur Trennung von TV/Radio/Data benötigt wird.

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Re: Verkabelungsmethoden nach HÜP

Beitrag von VBE-Berlin »

Besserwisser hat geschrieben:Wenn du nur Internet und Telefon nutzen willst,
dann wird das Kabelmodem oder die Homebox 2 (Fritzbox 6360) direkt ohne TAD an den HÜP angeschlossen.
Die 22m Kabel sollten bei ausreichendem Pegel am HÜP kein Hindernis sein.
Das nennt sich "Internet/Phone only" und ist in Einfamilienhäusern zulässig.
Wird noch von den wenigsten Firmaen installiert.
Nachträglich ergaben sich oft Probleme, wo man dann eben nicht "nachstellen" konnte.

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Re: Verkabelungsmethoden nach HÜP

Beitrag von Besserwisser »

MB-Berlin hat geschrieben:
Besserwisser hat geschrieben: Nachträglich ergaben sich oft Probleme, wo man dann eben nicht "nachstellen" konnte.
Wenn das Erdkabelnetz in Ordnung ist, muß man auch nix nachstellen.
Außerdem gibt es ja die Toleranzgrenzen (56-73 dBµV / 98-110 dBµV) für DS und US.
Probleme machen nur Kunden, die 14 Tage später doch noch TV haben wollen,
weil es ihnen die Medienberater nachträglich aufgeschwatzt haben.

:fahne:
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Re: Verkabelungsmethoden nach HÜP

Beitrag von VBE-Berlin »

Besserwisser hat geschrieben:
MB-Berlin hat geschrieben:
Besserwisser hat geschrieben: Nachträglich ergaben sich oft Probleme, wo man dann eben nicht "nachstellen" konnte.
Wenn das Erdkabelnetz in Ordnung ist, muß man auch nix nachstellen.
Außerdem gibt es ja die Toleranzgrenzen (56-73 dBµV / 98-110 dBµV) für DS und US.
Probleme machen nur Kunden, die 14 Tage später doch noch TV haben wollen,
weil es ihnen die Medienberater nachträglich aufgeschwatzt haben.

:fahne:
Jetzt weiss ich endlich, warum Du Dir den Nickname ausgesucht hast.

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Re: Verkabelungsmethoden nach HÜP

Beitrag von Besserwisser »

Jetzt weiss ich endlich, warum Du Dir den Nickname ausgesucht hast.
Ich habe die Installationsvorschrift nicht erfunden.
Ich wende sie nur an unter dem Aspekt
von Kostenersparnis, Zeitersparnis, Energieersparnis...

:streber:
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Re: Verkabelungsmethoden nach HÜP

Beitrag von VBE-Berlin »

Besserwisser hat geschrieben:Ich habe die Installationsvorschrift nicht erfunden.
Ich wende sie nur an unter dem Aspekt
von Kostenersparnis, Zeitersparnis, Energieersparnis...
Ich habe das auch nicht erfunden.
Ich kann Dir nur sagen, dass viele Firmen so nicht mehr installieren, weil sie nur Probleme hatten und die NAcharbeiten, wie Dir ja bekannt sein dürfte, nicht von der KDG bezahlt werden.

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Re: Verkabelungsmethoden nach HÜP

Beitrag von Jimi »

Mahlzeit.

Danke für eure Antworten.

KD werde ich ausschließlich für Internet und Telefon nutzen, TV wird früher oder später via Sat realisiert. WLAN wird ganz sicher, DECT evtl verwendet. Da sich der Serverraum unter dem Wohnzimmer (mittig im Keller) befindet und es neben dem EG kein höheres Stockwerk existiert und der Keller nebenbei auch zu Wohnzwecken vervendet wird, sollte der Platz Im Serverraum doch noch ganz gut sein. Der derzeitige WLAN Empfang ist zumindest ausreichend im EG.
Wenn ich also nun die 22m als Koax lege, habe ich keine großen Geschwindigkeitseinbußen bei meiner Inetverbindung? Kann es denn passieren das trotzdem die erwähnten Toleranzen unterschritten werden...was dann?

Einen schönen So wünsch ich

Jimi
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Re: Verkabelungsmethoden nach HÜP

Beitrag von Besserwisser »

Jimi hat geschrieben:Wenn ich also nun die 22m als Koax lege, habe ich keine großen Geschwindigkeitseinbußen bei meiner Inetverbindung? Kann es denn passieren das trotzdem die erwähnten Toleranzen unterschritten werden...was dann?
Wenn der Pegel schon am HÜP zu knapp ist, wird eine Störungsmeldung abgegeben.
Ist die Dämpfung nach dem 22m-Kabel zu groß, muß ein Verstärker eingebaut werden.
Das Kabel muß so oder so vom HÜP in den Serverraum gezogen werden.
Egal ob als Modem-Direktanschluß oder als Leitung vom/zum Verstärker.
Vergiß den Potenzialausgleich nicht!

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Zuletzt geändert von Besserwisser am 19.06.2011, 13:45, insgesamt 2-mal geändert.